Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Freunde
   
    promator

   
    anderswo.ist.nirgendwo

   
    indianwinter

   
    pally66

    - mehr Freunde


Letztes Feedback
   3.11.17 09:59
       15.11.17 07:53
   
Mein lieber Freund, Wa
   15.11.17 14:05
    Lieber Rudolf, ich habe
   19.11.17 10:30
    Liebe Indianwinter, vie
   20.11.17 16:04
    Hallo Rudolf, ausgespro
   20.11.17 19:23
    Hallo Rudolf, persönlich


http://myblog.de/rudolfsgedichte

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
An einem Morgen...

Au weia, eine kleine Ewigkeit ist vergangen... und es sind auch keine neuen Gedichte zu mir gekommen. Aber ob der Nachfrage habe ich ein ganz altes ausgekramt, eines meiner ersten, nach Lektüre von Wilhelm Busch entsprossen. Entstanden in meiner Anfangszeit als Pfleger in der Psychiatrie und so ähnlich auch passiert. Dazu die zwei Erklärungen=* Galkhausen, im Volksmund Galkes genannt, ist der Stadtteil von Langenfeld in dem sich das Landeskrankenhaus befindet, und der *Durchgänger ist der Schlüssel der auf alle Türen passt.

Morgenintermezzo oder                               

Morgenstund hat Pech im Mund


Brrr!!!... der schnöde Wecker schellt,

Nachbars Fiffi wütend bellt.

Aus dem Bett am frühen Morgen,

nun hinweg mit allen Sorgen.

    Ach wie fällt das Aufstehn schwer,

    wenn heute doch bloß dienstfrei wär!

Die Sonne scheint mit aller Macht,

Galkhausen* ist schon aufgewacht:

Ich höre es bis auf mein Zimmer -

das Kreischen mancher Frauenzimmer.

Endlich aus dem Bett heraus

halte ich es nicht mehr aus,

Rücken krumm und Kniee beugt-

und der Atem keuchend pfeift.

    Ach wie fällt das Aufstehn schwer,

    wenn heute doch bloß dienstfrei wär!

Plötzlich aber macht es bumm-

und der Nachttisch der kippt um!

Oh, dieses Theater immer!

Nun hinein ins Badezimmer.

Aahh, wie schwillt des Mannes Brust,

wenn er singen kann voll Lust.

Mein Nachbar hat kein Kunstverstand,

er hämmert wütend an die Wand.

    Ach wie fällt das Aufstehn schwer,

    wenn heute doch bloß dienstfrei wär!

Kaltes Wassser aus dem Topf

schütt ich auf den heißen Kopf;

nun die Seife noch dazu,

Siehste wohl, bald hab ich Ruh.

Aber ach, des Schicksals Tücke

springt in eines Auges Lücke.

Wie der Schaum nun brennt und zwickt!

Menschenskind, ich werd verrückt!

Blindlings ras' ich durch das Zimmer                                

finde doch das Handtuch nimmer;                                          

weil ich nicht merk' in meiner Wut,

daß es auf meiner Schulter ruht!

    Ach wie fällt das Aufstehn schwer,

    wenn heute doch bloß dienstfrei wär!

Ist der Boden naß und flutscht

ist man sehr schnell ausgerutscht.

Dies geschieht in diesem Fall

und man hört 'nen lauten Knall!

Lautes Dröhnen, Sterne schwingen,

in der Ferne Englein singen.

Leise lall ich noch: "Nanu?"-

schließ dann beide Äuglein zu...

    Ach wie fällt das Aufstehn schwer,

    wenn heute doch bloß dienstfrei wär!

Als ich endlich aufgewacht

war es leider schon halb acht.

Am Hinterkopf 'ne dicke Beule-

und Erinnerung gar keine.

Nun Hose an und Hemd und Schuh

und dann hab ich endlich Ruh.

Vom Schuh der Riemen reißt, oh Grauß,

auch mit der Fassung ist es aus!

Es fliegt der Schuh nun frank und frisch

wohl mitten auf den Küchentisch...

ich hör noch klirren das Geschirr,

die Wut hält mich nicht länger hier.

    Ach wie fällt das Aufstehn schwer,

    wenn heute doch bloß dienstfrei wär!

Ich rase wie der Blitz davon

und bin auch schon vor der Station;

da fällt mir ein, total verschreckt,

der Durchgänger* ist nicht eingesteckt!

Was man nicht im Kopfe hat

läuft man sich an den Füßen platt.

Mit Schaum vorm Mund und viel Geschnauf

tauch endlich ich um Achte auf.

    Ach wie fällt das Aufstehn schwer,

    wenn heute doch bloß dienstfrei wär!

Zum Oberpfleger führt mein Lauf,

ich sage dort mein Sprüchlein auf.

Ich hab verschlafen, sag ich nun,

und will es ganz bestimmt nicht wieder tun!

Er sieht mich an, der gute Mann,

wie einen, der ein'm leid tun kann.

Er sagt, nun mach doch kein Geschrei,

was willst du hier? Du hast heut frei.

                ??? !!! ???

Ich glaub mich trifft ein Hammerschlag!

Die Sinne schwinden, ich verzag.

Es schallt, als käm's vom Himmel her:

"WENN HEUTE DOCH BLOß DIENSTFREI WÄR!"

                        .-.-.-.-.


























,

 

20.10.15 19:44
 
Letzte Einträge: Über Wirklichkeit, Julius auf Reisen-16- Suche, Julius an Rudolf (17), Julius auf Reisen-18-Paris, Julius auf Reisen-19a-Richtigstellung


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(20.10.15 18:06)



(25.11.15 15:54)
Ich hab herzhaft gelacht sehr schön!
L


pally66 (26.11.15 18:27)
Wie wahr, wie wahr!

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung