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Gedanken...

Gedanken-Gedenken
Heute möchte ich den Lesern meines Blogs einige nachdenkliche Zeilen anbieten.
Gedanken darüber auf welchem schmalen Grad von Wohlergehen wir uns bewegen,
wie schnell aus einem Alltag eine Katastrophe werden kann. -

Ein trockener Tag, da konnte ich gut meinen Motorroller auf Vordermann bringen lassen- die Vorderradbremse musste neu belegt werden. Der Meister meines Vertrauens hat auch gerade Zeit und so fahre ich denn zum anderen Ende von Hannover.
Angekommen wird der Belag ausgewechselt- höchste Zeit- noch ein wenig geplaudert und dann zurück. Mittlerweile ist es 17h geworden und der Feierabendverkehr hat voll eingesetzt. Da die Schnellstraße meist verstopft ist
fahre ich durch Hannover-puh!
Schon vor dem Pferdeturm stehe ich rum und dann geht es durch die Stadt im Schneckentempo...
Mittlerweile ist es nicht nur auf den Straßen, sondern auch in meinem Gemüt, dunkel geworden und ich habe nur noch einen Wunsch: freie Fahrt und keine Kriecherei!
Als es in Linden am schwarzen Bären wegen der Fahrbahnverengung wieder zu Stillstand kommt, verliere ich die Nerven und will über die Gleise an den Autos vorbei fahren.
Ich starte, ziehe nach links und... ein hässliches Geräusch, der Roller kippt und begräbt mich unter sich. Ich habe im Dunkel und mit beschlagenem Visier den Bordstein vor den Schienen nicht gesehen. Es geht blitzschnell- und doch erlebe ich es wie in Zeitlupe.
Ich liege auf den Schienen, der Roller auf einem Bein, der Motor läuft weiter. Automatisch schalte ich den Motor ab, merke, dass ich mich nicht rühren kann, aber schon sind hilfreiche Menschen da, heben die schwere Maschine von mir, helfen mir auf.
Fragen wie es mir geht, ob mir was fehlt, ob ich zum Arzt will. Nein, mir geht’s gut, nichts passiert, aber der Roller. Die große Scheibe ist an der Seite abgebrochen, sonst ist im Dämmer nichts zu sehen.
Die Helfer schieben die Maschine über die Straße auf den Bordstein, stützen mich, erkunden sich ob mir wirklich nichts fehlt. Durch den Schock merke ich nichts, gut, die Hüfte brummt nun ein bischen. Dann entlässt man mich der Obhut.
Ich atme ein paarmal durch, sehe mir die Unglücksstelle an- gut, dass in diesem Moment keine Bahn kam, sonst...
Dann sitze ich auf, versuche zu starten- nichts rührt sich. Auch das noch, was jetzt!?
Dann fällt mir ein, der Seitenständer und der Notausschalter. Puh, das war’s, die Maschine tut brav ihren Dienst und ich fahre los.
Je länger die Fahrt, umso mehr melden sich einige Körperstellen. Zu Hause begutachte ich die Kleidung und mich: die dicke Motorradjacke hat nichts abbekommen und oben alles aufgefangen. Auch die Winterjeans ist heil, aber darunter sind an Hüfte, Knie und Fuß einige Schrammen und auch offene Stellen. Und langsam meldet sich auch ein Brennen an diesen
Stellen. -
Alles in allem noch großes Glück gehabt. Und Schuld bin ich selbst und meine Ungeduld!

Und deshalb schreibe ich dies alles: um euch zu erinnern, wie schnell wir aus Ungeduld in ein Unglück geraten können. Also, wenn ihr in ähnliche, unangenehme Situationen geratet, verliert nicht die Nerven, nehmt euch die Zeit - und nicht das Leben.
Es grüßt euch und bedankt sich für eure Aufmerksamkeit,
Rudolf






 
14.11.17 16:10
 
Letzte Einträge: Über Wirklichkeit, Julius auf Reisen-16- Suche, Julius an Rudolf (17), Julius auf Reisen-18-Paris, Julius auf Reisen-19a-Richtigstellung


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Indianwinter (15.11.17 14:05)
Lieber Rudolf,
ich habe deine „Geschichte“ gelesen, allein die Vorstellung, wie alles anders hätte ausgehen können, ist beängstigend.
Ein kleiner Augenblick der Ungeduld, in dieser Selbstverständlichkeit des Lebens, des gesunden Lebens und alles hätte anders sein können, von einem Moment zum anderen.
Umso besser, dass du uns dein Erlebnis hier aufgeschrieben hast, denn auch ich gehöre zu diesen „Ungeduldigen“.
Selbst hatte ich vor vielen Jahren auch das Glück, einem schweren Autounfall mit einem Raser zu entgehen.
Ich hatte als Fußgängerin grünes Licht und war bereits die ersten Schritte auf der Straße, als mich eine Passantin von hinten an der Kleidung zurückriss, sie hatte den Wagen noch vor mir gesehen, ich war in Gedanken, hatte ich doch schon grün und so hat sie mich gerettet.
Ich hätte das nicht überlebt und erinnerte mich daran, als ich hier bei dir gelesen habe.
Und ich bin sehr froh, dass auch du zum Glück alles einigermaßen gut überstanden hast.
Allein der Sturz hätte schon viel schlimmer ausgehen könne, geschweige denn, eine Bahn wäre gekommen.
Du hast echt viel Glück gehabt und ich würde es als einen Fingerzeig nehmen, vllt. bewahrt es dich so vor Schlimmerem, wenn du mal wieder ungeduldig werden möchtest.
Lange Rede-kurzer Sinn, ich bin froh, dass alles noch gut ausgegangen ist und hoffe, du bleibst auch weiterhin sicher, im Straßenverkehr und auch sonst in deinem täglichen Leben.
Liebe Grüße, Indianwinter


Rudolf (19.11.17 10:30)
Liebe Indianwinter,
vielen Dank für deine einfühlenden Zeilen. Ja, jetzt im Alter bin ich oft aufbrausend und ungeduldig. Das war mir ein Zeichen, mehr auf die innere Geduld zu setzen- obwohl es manchmal schwer fällt.
Wie ich lese hattet du ja auch schon mal großes Glück, dank der Aufmerksamkeit anderer Mitmenschen. Das habe ich auch erlebt, wie hilfreich die Menschen im Ernstfall sind. Dafür bin ich dankbar.
Auch dir weiterhin alles Gute und... Geduld.
Lieben Gruß Rudolf

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